Mit dem 1949-1951 erbauten Postgebäude Maloja leitete Bruno Giacometti die architektonische Erneuerung seines Heimattals ein. Der Architekt schuf einen zweigeschossigen Kubus mit einem robusten Mauerwerk aus ortstypischem Bergeller Gneiss, der durch einen niederen Gebäudetrakt mit dem bestehenden Garagengebäude verbunden ist. Gegen den Widerstand der Postdirektion setzte Giacometti ein auskragendes Flachdach durch, das mit dem hohen Satteldach der Garagen kontrastiert und einen freien Blick auf Wald und Berge gewährt. Ein über dem Erdgeschoss ansetzendes Vordach aus Beton bindet die Gebäudekomplexe auch optisch zu einer Einheit zusammen. In der Materialisierung unterscheidet sich der vom Naturstein geprägte, eingezogene Eingang zur Post von der Wohnnutzung im Obergeschoss. Der warme Farbton des Lärchenholzes für die Wandausfachungen, Fenstergewände und Läden sowie der Loggien verleihen dem Baukörper einen an die bäuerliche Baukultur angelehnten Charakter.
Postgebäude | Maloja (2024)
Maloja
Details
Erstellung: 1949–1951
Architektur:
Bruno Giacometti
Aufhebung gedeckter Sitzplatz:
Jahr unbekannt
Nutzung:
Post, Wohnung, Garagen PostAuto AG
Eigentümerschaft:
Post Immobilien Management und Services AG, Wankdorfallee 4, 3030 Bern