Die Stallscheune auf der Flur «Martinenga» wurde dendrochronologisch in die Jahre 1492/93 datiert und gilt gegenwärtig als das älteste vollständig erhaltene Stallgebäude im Kanton Graubünden. Der aus mächtigen Lärchenstämmen aufgeschichtete Strickbau fasziniert durch seine archaisch anmutende Bautechnik und die beeindruckenden Spuren, welche die Witterungseinflüsse über Jahrhunderte auf den Holzoberflächen hinterlassen haben. Das auf dem Sturzbalken zum Heustall eingekerbte «Tatzenkreuz», welches uns vereinzelt auch an anderen Ställen im Tal begegnet, könnte auf bischöflichen Besitz hindeuten. Die 2023-2024 durchgeführte Restaurierung dieses wichtigen Zeugen der regionalen Architektur-, Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte hatte den möglichst integralen Erhalt der überlieferten Bausubstanz zum Ziel. Zudem wurde mit der Instandsetzung des Steinplattendaches aufgezeigt, dass die traditionelle Verlegeart (gegenüber der heute gebräuchlichen) zahlreiche Vorzüge aufweist.
Führungen mit Reservation
Sa. 28 Juni 10:00–10:45 (11 freie Plätze)
Sa. 28 Juni 11:00–11:45 (2 freie Plätze)
Reservationen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich.
Ohne Reservation
Samstag: 09:00–17:00
freie Besichtigung während der Öffnungszeiten
Details
Erstellung: 1492
Restaurierung: 2024
Architektur:
Rodolfo Fasciati, Denkmalpflege GR
Besondere Bauleistungen:
Bergeller Steinplattendach in traditioneller Verlegeart (Tetto Bregagliotto) durch Valser und Bergeller Dachdecker
Nutzung:
Schafstall
Eigentümerschaft:
Privat
Kantonales Inventar der schutzwürdigen Bauten
Spezielles
Nicht hindernisfrei
Fotografieren erlaubt