Mit dem Bau der Bergeller Kraftwerksanlagen wurde Bruno Giacometti 1955 mit der Projektierung von zwei Wohnsiedlungen in Vicosoprano und Castasegna für die Angestellten der Elektrizitätswerke der Stadt Zürich (EWZ) beauftragt. Die zwischen 1957 und 1959 erstellte Siedlung Brentan besteht aus 11 Einfamilienhäusern und liegt nördlich des dicht bebauten Dorfkerns von Castasegna in einem Kastanienwald. Für die Eidgenössische Zollverwaltung realisierte Bruno Giacometti 1957/1958 und 1975/1976 vier Wohnhäuser für Grenzwächter. Die behutsam ins Gelände eingefügten Baukörper verstand Giacometti als einen «städtebaulichen Impuls für eine künftige Siedlungsentwicklung». Die nach den Regeln des Goldenen Schnitts entworfenen Wohnhäuser erweisen den benachbarten cascine, die zur Trocknung der Edelkastanien dienen, ihre Referenz. Lokal verfügbare Materialien wie Gneiss und Lärchenholz schaffen Bezüge zur regionalen Baukultur, ohne dass der Gedanke an eine «folkloristische Architektur» aufkommt.
GEFÜHRTE GEBÄUDEBESICHTIGUNGEN
Bruno Giacometti Werksiedlung Brentan | Castasegna
Centrale Elettrica di Castasegna (abgesagt)
Details
Erstellung: 1957–1959
Architektur: Bruno Giacometti (1907–2012)
Renovation: 2021
Architektur: fasciati sa
Nutzung:
Privat
Eigentümerschaft:
Elektrizitätswerk der Stadt Zürich
Spezielles
Hindernisfrei
Fotografieren erlaubt